In der Fachkonferenz stationäre Erziehungshilfe vernetzen sich Einrichtungen der stationären und teilstationären Erziehungshilfe.

Hilfen zur Erziehung (§ 27 SBG VIII) erhalten Familien, wenn eine dem Wohl des Kindes oder des Jugendlichen entsprechende Erziehung nicht gewährleistet ist und die Hilfe für seine Entwicklung geeignet und notwendig ist. Die Beantragung und Bewilligung der Hilfe läuft über das örtliche Jugendamt, welches die Maßnahme im Rahmen der Hilfeplanung (§ 36 SGB VIII) koordiniert.

Teilstationäre Angebote der Erziehungshilfe (Erziehung in einer Tagesgruppe, gem. § 32 SGB VIII) sollen die Entwicklung des Kindes oder des Jugendlichen durch soziales Lernen in der Gruppe, Begleitung der schulischen Förderung und Elternarbeit unterstützen und dadurch den Verbleib des Kindes oder der Jugendlichen in seiner Familie sichern.

Stationären Erziehungshilfe (Heimerziehung, sonstige betreute Wohnform, § 34 SGB VIII) ist dann angezeigt, wenn ambulante und teilstationäre Hilfe nicht mehr ausreichen. Die Hilfe über Tag und Nacht soll Kindern und Jugendlichen durch eine Verbindung von Alltagserleben mit pädagogischen und therapeutischen Angeboten in ihrer Entwicklung fördern. Sie soll entsprechend dem Alter und Entwicklungsstand des Kindes oder des Jugendlichen sowie den Möglichkeiten der Verbesserung der Erziehungsbedingungen in der Herkunftsfamilie
 
  1. Eine Rückkehr in die Familie zu erreichen versuchen oder
  2. Die Erziehung in einer anderen Familie vorbereiten oder
  3. Eine auf längere Zeit angelegte Lebensform bieten und auf ein Selbständiges Leben vorbereiten.
In den stationären Gruppen gibt es vielfältige Konzeptionen, z.B. altersgemischte Gruppen, Jungen- und Mädchengruppen, Aufnahme/Notaufnahmegruppen, ausgelagerte Wohngruppen, Verselbständigungsgruppen, Kleinkindgruppen, Erziehungsstellen, etc. Auch Angebote der Eingliederungshilfe für seelische behinderte Kinder und Jugendliche (§ 35a SBG VIII) zählen dazu.
 
2016 03 01 FK stat. HzE 2
 
Neben dem gegenseitigen Informationsaustausch beschäftigten uns in der letzten Zeit folgende Themen: 
  • Situation der unbegleitet minderjährigen Flüchtlinge (UMF), Beratungsnetzwerk, Beratungskonferenz der AGkE zum Thema UMA/UMF
  • Verhandlung der Rahmenverträge NRW I + II
  • „junge“ Kinder in den Angeboten der stationären Erziehungshilfe (Rahmenbedingungen und fachlich Grundlagen der Landschaftsverbände Westfalen-Lippe und Rheinland)
  • (Überarbeitung der) Handlungsempfehlungen zur Prävention, Partizipation und Intervention bei sexuellem Missbrauch
  • Zukunftsbild des Bistums Essen
  • Jugendamtsskandal in Gelsenkirchen
  • Beteiligungswochenende NRW, Treffen der Kinder- und Jugendparlamente im Ruhrbistum

(Autorin: Dorothé Möllenberg)

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