Kinderrechte – 30 jähriges Jubiläum der Kinderrechte
 
abcMit einem fesselnden Spannungsbogen, angefangen vom Zustandekommen der UN-Kinderrechtskonvention, über Weiterentwicklungen und Stolpersteine, Rechte des Kindes vor und während der Geburt bis zum aktuellen Sachstand der Kinderrechte, begeisterte Herr Dr. Eichholz die Mitglieder der AGkE in der Fürstin-Franziska Christina Stiftung. Im Mittelpunkt seines Vortrages stand die Bedeutung der UN-Kinderrechtskonvention für die deutsche Rechtsprechung „eine Änderung des Grundgesetzes könne einen Anfang darstellen“, so Eichholz.
 
Er thematisierte u.a. die Frage, ob eine Verfassungsänderung grundsätzlich tauglich sei, Verbesserung für Kinder herbeizuführen. Von der Verfassung als Werteordnung des Gemeinschaftslebens sei nicht zu erwarten, dass sich durch sie alleine die äußeren Verhältnisse verändern. Eine derartige Herangehensweise sei der falsche Ansatz und schüre zudem ungeeignete Erwartungen: „Es geht darum, ob auf der Ebene der Werteordnung der Gemeinschaft Richtungsentscheidungen vorgegeben werden, die hinterher in Form einfacher Gesetze ausgeführt werden“, stellte Dr. Eichholz klar. Um gesellschaftliche Veränderungen herbeizuführen, bedürfe es jedoch eines hinreichenden Maßes an Öffentlichkeit.
 
Die Veranstaltung machte deutlich: Der Weg zum effektiven Schutz der Kinderrechte ist eingeschlagen, muss aber durch eine intensive Zusammenarbeit der Professionen noch weiter ausgebaut werden und vor allem die Rechte der Kinder nicht nur auf dem Papier beachten werden!
 
Dr. EichholzDr. Reinhald Eichholz ist Jurist, Mitglied der Koordinierungsgruppe der National Coalition für die Umsetzung der UN Kinderrechtskonvention in Deutschland und ehemaliger Kinderbeauftragter der Landesregierung Nordrhein-Westfalen
 

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