Unterstützung der F2F Beratung durch digitale Tools 

- Ein Praxisbericht – 
Digitale Beratung hat sich in zahlreichen Feldern verbreitet, zumeist als eigenständiges Angebot neben der Face to Face Beratung vor Ort. 
Die Corona Pandemie macht die Notwendigkeit deutlich, die jeweiligen Vorteile der unterschiedlichen Settings miteinander zum Nutzen und Schutz der Klienten und Beratenden zu verbinden.  Ausgehend von dem Gedanken, dass jedes Medium bestimmte Vorteile hat, kann es positive Effekte auf den Beratungsprozess haben, wenn es gelingt, die Vorteile verschiedener digitaler Medien mit der Face to Face Beratung in einem Beratungsprozess zu verknüpfen.

In dem Webinar für Ehe-, Familien- und Lebensberatung geht es nach einem ersten Input mit praktischen Beispielen darum, miteinander über die Möglichkeiten und Grenzen von sog. „Blended Counseling“ ins Gespräch zu kommen.                           

Blendet Counseling ermöglicht, dass Menschen in schwierigen Situationen zukünftig selbstbestimmt zwischen verschiedenen Beratungsmedien wie Mail, Chat, Telefon, Sprachnachricht und Face-to-Face-Beratung wäf2f Beratunghlen können. Durch den crossmedialen, fließenden Wechsel zwischen den verschiedenen Beratungskanälen können Klienten beispielsweise Anfahrtszeiten sparen, indem sie zwischen zwei persönlichen Beratungsterminen wichtige Dokumente verschlüsselt an die Berater*innen senden. Wichtig bleibt, dass das Angebot der virtuellen Beratungsstelle niedrigschwellig ist: „Die Ehe-, Familien- und Lebensberatung (EFL) ist offen für alle Menschen.“ In einer Welt, in der die virtuelle die reale immer stärker durchdringe und Menschen mit Ängsten und Sorgen auch im Internet nach Antworten suchen, müsse die EFL präsent sein. Studien belegten, dass die räumliche Distanz bei einer Online-Beratung eine „Dichte“ erzeuge, die „eine gute Basis für Beratung“ biete. „Für Menschen, die sich nicht der räumlichen Nähe eines Beraters aussetzen möchten und die Anonymität brauchen, die erst bedenken und kontrollieren möchten, bevor sie das, was sie von sich preisgeben, schreiben, verschicken, werden sich hier gut aufgehoben fühlen“, so Billen. 

Trotz der neuen Wege und Chance für Klienten durch Blendet Counseling ist der Einsatz jedoch voraussetzungsreich. „Die Berater*innen müssen neben ihrer Beratungsausbildung auch geschult sein. Darüber hinaus müssen die technischen Möglichkeiten vorhanden sein, um solche Angebote zu etablieren“, so Martina Lorra, Referentin in der Kinder- und Jugendhilfe des Diözesan-Caritasverbandes für das Bistum Essen e. V.

Referent: Stephan Billen, Dipl. Theologe, Dipl. Sozialarbeiter, EFL-Berater, Administrator für die Onlineberatung der EFL im Bistum Münster, Mitglied im Fachausschuss „Digitalisierung und Beratung“ der KBK EFL. 

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