#digitalstattreal – digitale Lebenswelten von Familien
Schöne neue Welt oder Schrecken ohne Ende?
Essen, 2. April Haus der Technik: Die AGkE im Bistum Essen rüstet sich mit dem gemeinsamen Fachtag für die digitale Zukunft junger Menschen, Familien und Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe.
Die Erwartungen und Wünsche der 60 teilnehmenden Akteure der AGkE im Bistum Essen wurde eingangs mit dem interaktiven Tool „Mentimeter“ über Christian Müller Innovationslabor – Carilab, DiCV Essen, abgefragt: Jeder gab in seinem Smartphone seinen Wunsch für den Tag ab, die Begriffe erschienen anschließend anonym, aber für alle sichtbar als Wortwolke abgelichtet. Über den Tag verteilt wurde in unterschiedlichen Workshops ein Überblick über die aktuellen digitalen Lebenswelten, die damit verbundenen Herausforderungen und Chancen, in einer Mischung aus Vortrag und Workshops angeboten.
Einführend in den Fachtag erläuterte Rüdiger Dreier, Stabsstelle Digitalisierung bei der Caritas in Münster, die ambivalenten Entwicklungen und neuen Herausforderungen in der Kinder- und Jugendhilfe.
„Familien nutzen heutzutage ganz selbstverständlich in ihrem Alltag digitale Medien wie Computer, Smartphone und Internet. Was finden Mama, Papa und die Kinder alles im Netz? Was machen die „Digital Natives“ den ganzen Tag in ihrer digitalen Welt und welche Angebote nutzen die „Digital Immigrants“ im Internet? Welche positiven Aspekte der „Neuen Medien“ gibt es und welche digitalen Gefahren lauern für Kinder, Jugendliche und auch für Erwachsene?
Wie ist unsere Haltung zu den digitalen Medien? Kein Smartphone für Kinder unter 14 Jahren oder jedem Baby sein eigenes Tablet? Ist es okay, wenn Eltern am Küchentisch eben die Nachrichten im Tablet lesen, ein Bild von ihrem Kind bei Instagram hochladen, auf Familienblogs Antworten auf ihre pädagogischen Fragen suchen oder nur noch digital über einen Messenger miteinander kommunizieren?“ so Dreier.
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Wieviel Medienzeit ist okay und welche (Kinder-)Schutzprogramme machen Sinn? Wie und wo sollten wir unsere Einrichtungen digital präsentieren, um mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen gut in Kontakt zu kommen? Welche Kommunikationskanäle wählen wir? Und was ist mit unseren analogen Angeboten? Muss die Gruppenstunde jetzt unbedingt für die digitale Welt umprogrammiert werden?
Ein Beispiel anhand der Erziehungsberatung: „Etwa wenn bei „hochstrittigen Paaren“  ein vom Gericht angeordneter begleiteter Umgang von Mutter, Vater und Kind notwendig ist. Bisher müsse immer ein Begleiter bei den Gesprächen dabei sein, wenn etwa ein Vater sein Kind nach fünf Jahren wiedersehen darf. „Doch was, wenn er in München lebt, das Kind aber in Münster?“ Hier sei eine Lösung über Video zwischen zwei Beratungsstellen möglich“, so Dreier. Das erfordert eine eigene Haltung zum Umgang mit den sich ständig verändernden Möglichkeiten, Wissen über Chancen, Risiken und Kompetenzen durch Medienbildung und Medienkompetenz.
Was davon ist sinnvoll und notwendig? Unter welchen ethischen und „pädagogischen“ Bedingungen sollen welche Instrumente zum Einsatz kommen? Bin ich fit für die Jugendhilfe von morgen? Daraus resultieren zahlreiche Herausforderungen für die Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe.
In den folgenden Workshops wurde Raum für die eigenen Fragen aus der Praxis gegeben:
Michael Spanel (Mitarbeiter bei der Polizei in Gelsenkirchen)
Michael Spanel                                        gibt einen facettenreichen und interessanten Einblick in seinem Workshop rund um das Thema Cybercrime. Thematisiert wurden die dunklen Seiten des Internets wie das Darknet und Hacker Strategien, von der Idee bis zum Angriff. Welche Risiken und Gefahren gibt es im Internet und wie leicht Täter anonym bleiben.
Niko Brockerhoff (Projektleiter von [U25] in Gelsenkirchen)
U25 verwies in seinem Workshop auf die peer to peer Beratung von Jugendlichen für Jugendliche in Krisen- und Suizidsituationen.
Neben der Online-Beratung bietet [U25] Präventionsarbeit für Schulen und andere (Bildungs-) Einrichtungen an und betreibt eine rege Öffentlichkeitsarbeit.
Christian Müller (Innovationslabor – Carilab, DiCV Essen) DigiKids – Digitale Medien und Tablets in Kitas?!?
Christian Müller Projektvorstellung und Praxiseinblicke in das Projekt DigiKids und seine Arbeit.
Rüdiger Dreier (Stabsstelle Digitalisierung bei der Caritas in Münster)  #digitalstattreal-digitale Lebenswelten von Familien.
Rüdiger Dreyer Digitale Medien wie Smart-TV, Computer und Internet, Smartphone, Tablet und vermehrt auch Smartwatches oder Sprachassistenten sind selbstverständlicher Bestandteil des Familienalltags geworden. Ein besonderes Anliegen ist Rüdiger Dreier, gemeinsam mit Führungskräften und Mitarbeitern der Caritas auszuloten, wie die Digitalisierung in den unterschiedlichen Ortscaritasverbänden umgesetzt werden kann.

 Die Präsenz der Dienstleitungen und Angebote muss bundesweit als Querschnittsthema der Caritas in der digitalen Welt gestärkt werden!

Rückfragen bitte an Martina Lorra & Christian Müller
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