Bürgerdialog mit Merkel
 
Emotionen bleiben nicht aus, als sich die Kanzlerin mit 14 Müttern und Vätern über deren Sorgen und Nöte in der Corona-Krise austauscht.
 
merkel digitaler buergerdialogEs sind keine leichten Zeiten. Schon gar nicht für Familien. Die meisten haben wegen der Corona-Pandemie mit enormen Belastungen zu kämpfen - ob es nun um Homeschooling, Kurzarbeit oder ganz einfach um die Gesundheit geht. Wie schwierig die Situation vieler Familien ist, hat nun Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu hören bekommen. Bei einem digitalen Bürgerdialog am Donnerstag haben ihr 14 Mütter und Väter das Herz ausgeschüttet.
 
"Es ist eine Ehre", beginnt ein vierfache Mutter aus Wattenscheid, als sie an der Reihe ist, mit der Kanzlerin zu plaudern. Doch kaum hat sie den Satz beendet, da bricht die gebürtige Libanesin, die seit 1989 in Deutschland lebt, in Tränen aus. Sie habe viel Kontakt zu Flüchtlingsfrauen und Müttern, erzählt sie weinend. Es seien immer Probleme da gewesen, aber noch nie seien sie so deutlich geworden wie in diesen Wochen und Monaten.
 
Bildung der Kinder kommt aktuell zu kurz
Die Bildung der Kinder komme aktuell viel zu kurz, klagt die Wattenscheiderin. Viele Migrationsfamilien im Umkreis der Stadt Bochum und Wattenscheid seien Analphabeten, Unterstützung komme bei Kindern nicht an. Die Frau plädiert dafür, die Kinder mehr mit Schulen und Bildungszentren zu vernetzen.
 
Merkel zeigt Verständnis. Die Digitalisierung sei noch nicht so weit fortgeschritten, wie sie sein sollte, räumt sie ein. "Wir arbeiten daran, dass diese Zeit möglichst schnell vorbei geht", versichert Merkel.
 
Die Kanzlerin bekräftigt ihre Haltung, dass bei einer Entspannung der pandemischen Lage zuerst Kitas und Schulen wieder geöffnet werden sollten. Sie hoffe, "dass das keine endlose Zeit mehr ist, sondern dass man da auch Licht am Ende des Tunnels sieht".
 
(Quelle: WDR -Sabine Meuter)

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