Verabredung mit dem Glück

Wer dem Schweren etwas Leichtes an die Seite stellt, verändert es. Wer es verändert, nimmt Einfluss. Wer Einfluss nimmt, erlebt sich als handelnd. Und wer sich als handelnd und gestaltend erlebt, verändert sich und seine Welt. Er oder sie ist im besten Sinne selbst wirksam. Dies ist die Verabredung mit dem Glück.“

christian FirusChristian Firus: Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie sowie Facharzt für PsychiatrieFachpsychotherapeut für Traumatherapie (DIPT), Spezielle Psychotraumatherapie (DeGPT), Systemischer Psychotherapeut (DGST), Existenzanalyse und Logotherapie (GEL) und Tiefenpsychologische Psychotherapie

Am 10./11.07.2019 haben sich 18 Teilnehmer*innen der Ehe-, Familie- und Lebensberatung und Erziehungsberatung der Caritas im Bistum Essen im Kardinal-Hengsbach-Haus verabredet, sich mit dem Thema „Glück“ zu beschäftigen. „Schlimme Erfahrungen von Ratsuchenden können das Leben unglücklich machen. Sie müssen es aber nicht. Die Kraft der Imagination ist eine von mehreren Quellen, die wir alle haben, aber oft nicht kennen“, sagt Firus, dass das Gehirn nicht unterscheide zwischen dem, was wir erleben und dem, was wir uns vorstellen: »Im Leistungssport heißt das mentales Training!“ Auch die Forschung beweist, dass es so etwas wie Wachsen an schwierigen, ja sogar an traumatischen Erfahrungen gibt, dass es möglich ist, einen Zugewinn an Lebensfülle und damit auch Glück zu bekommen.

Über verschiedene Zugangswege wie Workshops, Einzel- und Gruppenarbeit erprobten sich die Teilnehmer*innen an konkreten Vorschlägen für Übungen zum Glück. „Es sind immer Momente, Erfahrungen, die einen glücklich machen und von denen man auch zehren kann, und es ist gut, wenn man verschiedene Perspektiven und Wege kennt“, so Lorra, Referentin für EFL und EB. Glück ist etwas Flüchtiges, Glück ist nichts, was man dauerhaft haben kann, sonst würde es sich gar nicht so anfühlen.

Gibt es da ein Rezept?            

Ein Beispiel für eine praktische Übung hin zu mehr Glück und Zufriedenheit ist es, ein Dankbarkeitsbuch zu führen. Sich mit dem Thema Dankbarkeit zu beschäftigen, das fällt oft erst mal nicht so leicht, aber es verbessert die Lebenszufriedenheit stark. Viele suchen ja erst einmal nach Gründen außerhalb von sich selbst: Der Chef ist unmöglich, meine Kinder verhalten sich nicht so wie ich will …. Hier schlägt Firus vor, mit den Klienten darauf zu blicken, was man verändern kann und worauf man selbst Einfluss hat. Dass man sich mal über andere aufregt, ist völlig in Ordnung. Aber hat man Einfluss darauf, wie der Chef ist? Eigentlich nicht. Also ist der Focus darauf zu richten: Was kann ich denn für mich tun? Und das sind oftmals tatsächlich Kleinigkeiten, die darüber entscheiden. Und: Was sind denn eigentlich meine persönlichen Werte?

Firus geht es darum, den Blick auf das Kleine zu richten. Wo sind die Glücksmomente im Alltag, die unser Leben bereichern? Wie kann es gelingen, gut und zufrieden zu leben?

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Gelingt dies, erwarten uns immer wieder aufs Neue Glücksmomente!
Rückfragen beantwortet Martina Lorra, Referentin für Kinder- und Jugendhilfe Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

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